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Smoothie-Bowl-Mix

Mit diesen fünf Produkten lebst Du gesünder (und länger)

Heute Morgen im "Griesbräu" am Nachbartisch: "So ein schönes Hotel, aber keine Rühreier mit Speck zum Frühstück!" Blieb als einziger Trost die Hausschlachteplatte, "...nicht dass man noch auf´s Müsli zurückgreifen müsse". Die fröhlichen Herrschaften neben mir waren so Mitte-Ende 50, längst nicht mehr normalgewichtig und ich spekuliere jetzt mal wild mit leicht erhöhtem Blutdruck. Kurz, im besten Alter um auf die Gesundheit zu achten. Nichts da. Und auch bei weitem keine Ausnahme, weil vollkommen normal. Machen wir uns nichts vor, in der Generation meiner Eltern geht gesundes Essen oft bestenfalls als "Beilage" durch und leider haben sie auch nicht versäumt diese Gewohnheiten an die nächste Generation zu vererben. Da haben wir den Salat, ha, schön wär´s. Kein Vorwurf, wer sehnt sich nicht nach gutem Essen und wer kennt sie nicht, die Gier in bestimmten Momenten die eine Sache haben zu wollen. Der Unterschied ist: auch gesundes Essen schmeckt bisweilen extrem gut, wenn man es denn kennt. Wie also die Gier nach gesundem Essen entwickeln? Indem man es probiert und vor allem WILL! Hier drei kurze wissenschaftliche Statements, die Dir sagen warum sich das lohnt:

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Küchenbasics - was kaufen wir ein?

Fridgewatch – welche Küchen Basics sind frei von & ohne?

Gute Freunde kann man für alles gebrauchen, steht außer Frage und fragen kann man sie nahezu alles, auch was sie fast immer im Kühlschrank haben. Meine kleine private Delikatessenumfrage ergab Folgendes: 

Milch, Eier, Wurst/Schinken, Butter, Käse, Quark, Frischkäse, Joghurt, Sahne und frisches Gemüse wie Lauchzwiebeln, Möhren, Champignons. Dazu meist Senf, Ketchup (nur für die Kinder natürlich!), Mayonnaise, Meerrettich, Gewürzgurken, Kokosfett, Marmelade und andere Brotaufstriche und frittierte Känguruhoden (vermutlich auch nur für's Kind, Danke Markus). Auf manchen Bildern erspähte ich gar Mayo-Salate aus dem Kühlregal, hmm ja. Gelegentlich lagern auch ein Bierchen (nur für Christoph) und Prosecco im Kühlschrank. Vereinzelt kamen vegane Milchalternativen auf Soja- oder Mandelbasis zum Vorschein. Mein eigener Kühlschrank ist deutlich leerer (reisen, reisen, reisen), enthält neben frischem Gemüse aber auch häufig Tomatenmark, Kapern, Oliven, Tahini, Kürbis- oder Mandelmus und Chili-Pastinakencreme. 

Und jetzt? Supermarktcheck. Jedes dieser Produkte gibt es in Bio oder nicht Bio, da hat jeder eigene Präferenzen und oft ist es mal so mal so, aber was steckt sonst noch drin und worauf lohnt es sich zu achten? 

Fangen wir an mit Ketchup. Natürlich ist es denkbar tomatige Saucen jeder Art selbst und auch zuckerfrei herzustellen, aber seien wir ehrlich, Ketchup wird geliebt WEIL Zucker drin ist und sieht in akzeptabler Form so aus: Tomatenmark (70%), Zucker, Essig, Salz, fertig. 

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Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren

Warum gehören Omega-3-Fettsäuren nicht in Fischölkapseln?

Heute geht es um Forschung, fette Fische und Fettsäuren. Genauer Omega-3-Fettsäuren - bestimmt schon mal gehört?! Es gibt gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der menschliche Körper braucht Fettsäuren. Was macht er damit? Zellmembranen aufbauen zum Beispiel, nur können mehrfach ungesättigte Fettsäuren von Wirbeltieren und Menschen nicht selbst aufgebaut werden, deshalb gelten sie als essentiell, wir sollten sie also mit unserer Nahrung zu uns nehmen. Also dann: Packung auf - Kapsel schlucken - fertig! Wo ist das Problem? Nun, wir müssen es nicht Problem nennen, es gibt sicher Schlimmeres, es hat nur wenig nachgewiesenen Nutzen. Nach jahrelangen Empfehlungen erschienen im Jahr 2014 gleich mehrere Studien, die aufgrund bestehender Daten die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren durch Nahrungsergänzungsmittel eindeutig in Frage stellen.

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Sortiment von Happy Cheeze

Warum es diese Alternativen gibt

Warum nur? Weil Platz dafür da ist, ganz einfach. Weil es Menschen gibt, die nostalgisch sind, manchmal. Die vielleicht auch in einer Nachbarschaft mit Gärten aufgewachsen sind und laue Sommerabende dort gern mal mit einem glühenden Grill verbracht werden. Der Grund warum sich Menschen entscheiden kein Fleisch mehr zu essen und keine Würstchen mehr zu kaufen liegt meist nicht darin, dass sie den Geschmack oder das verführerische Aroma von gerösteten Fleisch abstoßend finden. Sie lösen sich mit dieser Entscheidung nur von all dem, was vorher geschah. Wie das Fleisch wohl auf den Grill kam?

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Auberginencreme, Tahini, Kürbiscreme, Kokosmilch als Milchersatz

Zehn gesunde Alternativen zu Milchprodukten (und Eiern)

Milch und Käse galten lange als das Nonplusultra gesunder Ernährung und wer sich gelegentlich auf bayrischen und niedersächsischen Wiesen umsieht, kommt leicht auf den Gedanken, das wäre noch immer so. Dennoch, es gibt gute Gründe Milch hin und wieder oder gar auch dauerhaft durch gesunde Alternativen zu ersetzen. Ein kleiner Blick auf das Warum?
  • Ethik (Tierhaltung, Milcherzeugung, Kälber als Abfallprodukte)
  • Hoher Gehalt an gesättigten Fettsäuren (und Proteinen, die für Kleinkinder unverträglich sein können)
  • Calcium lässt sich aus Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse besser als aus Milch aufnehmen
  • Milch schützt nicht vor Osteoporose, sondern viel Bewegung und Vitamin D
  • Laktoseintoleranz
  • Casein (Milchprotein)-Unverträglichkeit
  • Geschmack (ist halt Geschmacksache)
Nicht zu Verleugnen ist die lange Tradition von Milchprodukten in den Küchen Europas, sei es als Milch, Frischkäse, Sahne, Quark oder Käse. Doch welche schmackhaften Alternativen gibt es?

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Brokkoligemüse

Über grünes Gemüse und karge Kapseln: Frau Herr weiß mehr!

Professor Ingrid Herr ist Biologin und arbeitet in der experimentellen Krebsforschung. Sie interessiert sich vor allem dafür wie verhindert werden kann, dass in unseren Zellen etwas schiefläuft und was hilft wenn doch. Sie forscht schon seit Ihrer Diplomarbeit an Mechanismen, die zur Krebsentstehung führen und sie selbst führte das an den Neckar. Dort leitet sie die Sektion Chirurgische Forschung und das Team Molekulare Onkochirurgie am UniversitätsKlinikum Heidelberg. Liebe Frau Professor Herr! Ihre Forschungsergebnisse zeigen wie Senföle (Sulphoraphan) aus Brokkoli und anderen Kohlsorten der Entstehung von Krebserkrankungen vorbeugen bzw. die Therapie positiv beeinflussen. Nun ist es erst einmal kein großes Geheimnis, dass unsere Gesundheit von natürlichen, frischen Nahrungsmitteln profitiert. Dank der Wissenschaft verstehen wir aber endlich auch immer besser, warum das so ist. Da in unserem Essen noch jede Menge anderer spannender Moleküle stecken, die uns vital über die Hürden der nächsten Jahrzehnte tragen, gibt es auch immer noch ein paar Fragen: Wie lange beschäftigt Sie das Thema Wirkstoffe in unserer Nahrung im Zusammenhang mit Krebs schon? Gab es einen Aha-Moment oder ein Forschungsergebnis, das entscheidend für Ihren Weg war? 1997 wurde eine kanadische Populationsstudie in einer international weit gelesenen Fachzeitschrift publiziert, bei der Essgewohnheiten von 1000 Männern mit Prostatakrebs über vier Jahre lang über Fragebögen analysiert wurden. Es kam heraus, dass Männer, die viel Brokkoli und Blumenkohl gegessen hatten, ein 50 Prozent geringeres relatives Risiko des Voranschreitens ihrer Krebserkrankung hatten.

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Oryx Desert Salt

Wissenschaft auf Gourmet-Niveau

Flughäfen haben mich schon immer fasziniert. Neulich in Johannesburg zog es mich um Zeit zu vertrödeln in den Afrikashop, nein, nicht den mit den bunten Tüchern, in die Welt der Spezialitäten aus Südafrika. Dabei blieb mein Blick am schönen Logo des „Oryx Desert Salt“ hängen und eine kurze Recherche auf deren Webseite ließ mich wissen, dass die Anhängerschaft unter den Spitzenköchen der wein- und genussreichen Umgebung Kapstadts recht ausgeprägt ist. Und dann war da noch etwas aus der Klatsch- und Tratsch-Ecke Anfang des Jahres als die „Galas“ dieser Welt die Offenbarungen des Privatkochs von Gisele Bündchen und Tom Brady durch die Welt trugen. Aus mir nur unscharf nachvollziehbaren Gründen blieb mir Allen Campbells Satz „...statt Jodsalz verwende ich nur rosa Himalaya-Salz“ in Erinnerung. Seitdem fand ich mich schon das ein oder andere Mal fasziniert vor dem Salzregal wieder und wurde neugierig auf die angebotene Vielfalt. Salz kann definitiv über Gelingen oder Misslingen eines fantastischen Essens entscheiden. Nur ist das nicht der einzige Grund es zu verwenden. Warum salzen wir unser Essen, mal abgesehen vom Geschmack? Salz liefert Mineralien, die in der richtigen Menge für viele Körperfunktionen entscheidend sind. Nur fängt es da schon wieder an. Wie viel Salz entspricht denn der richtigen Menge? Liest man Studien zum Salzkonsum wird klar, dass man es ebenso wie beim Geschmack, bei der Menge mit einer Gratwanderung zu tun hat. Dabei steht eine Frage im Vordergrund: Wann wird es zu viel? Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schlägt 6 Gramm Natriumchlorid als ausreichend vor (das ist das übliche Kochsalz). Entscheidend für unseren Körper ist dabei die Menge an Natrium. Das wären ca. 2,4 Gramm Natrium. Die WHO liegt mit ihren Empfehlungen bei 5 Gramm Kochsalz und andere Verbände schlagen nur 3,8 Gramm vor, das entspricht 1,5-2 Gramm Natrium. Für alle, die nicht ständig an der Feinwaage stehen, das sind etwa 1-2 Teelöffel Kochsalz pro Tag. Der durchschnittliche Konsum liegt bei 8-10 Gramm und die Hauptursache dafür sind verarbeitete Lebensmittel und Brot mit hohem Salzgehalt. Um die Salzzufuhr kontrollieren zu können, müsste man also seine Nahrung selbst zubereiten oder dem guten Geschmack eines Kochs vertrauen. Mit Fertiggerichten aus dem Supermarkt geben wir diese Kontrolle leider ab und es findet sich auch höchst selten ein Hinweis auf Verpackungen, wie viel Salz verwendet wurde.

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Nutreos Testkit von Kiweno

Von Nachweis und Zweifel

Antikörper sind aus naturwissenschaftlicher Sicht spannende kleine Dinger. Wenn man sie nachweist oder wenn man mit ihnen etwas nachweist, schägt so manches Forscherherz regelmäßig höher. Hin und wieder ist das auch der Fall, weil Mediziner und Forscher miteinander streiten, was deren Nachweis denn überhaupt zu bedeuten hat. Alles oder nichts oder liegt die Wahrheit wieder mal dazwischen? In meinem letzten Beitrag könnt ihr lesen, warum ich Geld investiere um dann dafür auf Parmesan zu verzichten oder kurz ich teste drei Antikörpertests. Der Nachweis von Antikörpern im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird von Fachleuten recht unterschiedlich bewertet. Der Nachweis von IgE-Antikörpern (Sofortreaktionen, Nahrungsmittelallergie Typ I) wird weniger diskutiert, um die Deutungshoheit beim Nachweis chronisch erhöhter IgG-Spiegel durch Nahrungsmittel aber umso mehr. Während offizielle Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Allergologen und klinische Immunologie (DGAKI) den IgG-Test generell als nicht geeignet zum Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bewerten, geht es bei den Anbietern der IgG-Tests eher darum, welche Nachweismethode das genauere Ergebnis liefert. Auf der offiziellen Seite der Allergologenverbände fragt man also: Hat es denn überhaupt eine Bedeutung und kann man irgendeine qualifizierte Aussage daraus ableiten, wenn ein IgG-Test positiv ausfällt? Taucht man in die Feinheiten der Diskussion ein, wird bei den Anbietern darum gerungen, ob nun der Nachweis von IgG gesamt (der Nachweis aller IgG Subklassen, also IgG1,2,3,4) oder der Nachweis von singulären IgG4-Antikörpern die genaueren Aussagen liefert. Fakt ist, wer sich möglichst optimal ernähren möchte, für den sind Vielfalt der Nahrungsmittel und ausreichende Versorgung mit Nährstoffen essentiell. Aus dem Anspruch dieser optimalen Versorgung oder schlicht dem Bedürfnis möglichst wenige Beschwerden durch den Genuss von Lebensmitteln zu verspüren, entsteht ein gewisser Drang mehr wissen zu wollen. Was ist denn für mich optimal? Wenn dann ein Testsystem behauptet, ich kann Dir darauf Hinweise liefern, dann sage ich: her damit! Das kann aus Sicht eines Allergologen grundfalsch sein, dem Thema widme ich mich an anderer Stelle. Den Anbietern von Testsystemen obliegt dennoch die Verantwortung, ein System so zu entwickeln, dass es aus deren immunologischer Sicht die besten Ergebnisse liefert. Um mir selbst eines schönen Tages eine Meinung darüber zu bilden, habe ich bei den Anbietern der Tests, die ich durchführen ließ nachgefragt. Momentan liegen die Antworten der Testanbieter Kiweno und ImuPro vor, sollten weitere dazu kommen, werde ich sie an dieser Stelle ergänzen und auch bei den Allergologen noch mal nachhaken. Hier die Antworten von Dr. Roland Fuschelberger für den Anbieter Kiweno und Dr. Camille Lieners für ImuPro:

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Experiments are not only for the Lab

Nahrungsmittelunverträglichkeitstests testen – ein Erfahrungsbericht

In diesem Jahr sind mir schon mehrere Berichte begegnet, in denen sich Menschen mit Tests beschäftigten, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachweisen können. Angeblich können diese Tests Hinweise darauf liefern, welche Nahrungsmittel vom Körper gut vertragen werden und welche wiederum nicht. Was dabei ganz schnell auffällt ist: umstritten sind diese Tests in jedem Fall nicht. Mir sind zwei ARD-Berichte "Plusminus" & "Die Story" in Erinnerung geblieben, die das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeitstests aufgreifen. Die Beiträge lassen sich auf zwei Aussagen verkürzen: Hersteller von Testgeräten bieten Tests an, kann nur in deren eigenem Interesse liegen und ist nichts als Geldschneiderei und je nach Hersteller variieren die Testergebnisse und man hat demnach je nach Test und Hersteller auch andere Unverträglichkeiten. Die erste Aussage lasse ich mal dahingestellt, dass kann jeder von "cleveres Geschäftsmodell" bis "Adipositaschirurgie im 96well-Format" selbst bewerten. Die zweite Aussage machte mich extrem neugierig. Hier mein Erfahrungsbericht, in dem ich Nahrungsmittelunverträglichkeits-Tests vergleiche.

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Wie man mit wenig Zucker ganz süß durch den Tag kommt

Als Erika Mustermann sähe mein Tag in etwa so aus: morgens Kaffee mit oder ohne Milch, mit zwei Stück Zucker (6g) oder zwei Süßli, Frühstück mit Brot, Toast (5g) oder Brötchen (4g), Käse, Wurst, Marmelade (15g), Nutella (8,5g). Mittags irgendetwas, meist nicht so süß, aber kleines Dessert danach (25g). Nachmittags, Kaffee oder Tee und Gebäck (7g), abends Brot mit Fleischsalat (4g) und eingelegter Gurke (4g) oder Tiefkühlpizza (10g). Dazu kommt noch ein Glas Orangen- oder Apfelsaft (30g) oder Cola (30g) und schon kommt der Durchschnittskonsument auf 80-100g Zucker, empfohlen werden 25-30g Zucker und da war jetzt noch keine Schokolade dabei. Üblicherweise betrachtet jemand mit durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten diese nicht als ungesund. Hmmm. Noch einmal ein kurzer Ausflug in die Statistik: 62 % der Männer und 43 % der Frauen waren 2013 in Deutschland übergewichtig, insgesamt 52% der Erwachsenen. 25 % der deutschen Bevölkerung leidet an Diabetes oder einer Vorstufe von Diabetes. In den USA sind es ca. 50 %. Sagt mir, die meisten Menschen ernähren sich schlicht nicht gesund.
  • Weil sie im Supermarkt erhältliche Fertigprodukte für normale, gesunde Kost halten. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Für mich selbst ist es mittlerweile zur Obsession geworden, ich kann einfach nicht anders als jedes Produkt erst einmal nach Inhaltsstoffen zu sezieren und zu lesen was drin ist. Scheint mir aber eher die Ausnahme. Oder wer hat schon mal die Zutatenliste eines fertig gekauften Nudelsalats gelesen und ihn danach noch essen wollen?
  • Weil ihnen Gewohnheiten im Weg liegen. Ich gehe mal schnell zum Bäcker ist ein einfacher Weg kurz den Hunger zu stillen. Aber eben nur kurz. Süßigkeiten sind schnell verfügbar, taugen nur nicht als Nahrungsmittel (wie blöd) und süße Getränke machen im Zweifelsfall hungrig. Mir hat noch nie jemals irgendjemand nachmittags nur einen Apfel zum Tee angeboten. Also wie geht das mit dem Verzicht auf Süßes? Körper vs. Geist?

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Radieschen

Was man mit Radieschen zur Explosion bringt

Was Brokkoli und Kohl so gesund macht und was Radieschen damit zu tun haben lest ihr hier: Forscher(innen) des UniversitätsKlinikums Heidelberg der Sektion Chirurgische Forschung lassen es knallen, nein keine Champagnerkorken, aber die Forschungsergebnisse der „molekularen Onkochirurgie“ zeigen welche erstaunliche Wirkung sich durch den Genuss frischer Nahrungsmittel ergibt. Wir haben wohl alle schon mal wahrgenommen, dass Brokkoli besonders gesund sei und womöglich sogar irgendwie vor Krebserkrankungen schützt, aber welche Stoffe sind dafür verantwortlich? Zu verdanken haben wir das letztendlich der Tatsache, dass sich Lebewesen nicht gern von Anderen fressen lassen. Um sich also wehren zu können, haben sie im Laufe der letzten paar Jahre oder auch Jahrmillionen Strategien entwickelt, die sie für Fressfeinde nicht allzu schmackhaft machen. Entscheiden wir uns nun für den Verzehr von Lebewesen, die solche Stoffe produzieren, entscheidet daraufhin unser Körper wie gut er damit zurecht kommt. Das geht mal weniger gut aus (Pilzgifte), kann aber eben auch dazu führen, dass uns diese Stoffe ausgesprochen gut tun. So auch beim Brokkoli und all seinen verwandten Kreuzblütlerfreunden, den Brassicaceae (Kohlsorten, Kresse, Rucola, Meerrettich, Senf etc.).

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Einschulung mit Zuckertueten

Milchzähne in guten Händen

Ich frage Dr. Kathrin Mehlhase, Zahnmedizinerin und Fachärztin für Kinderzahnheilkunde wie gut sich Zähne und Zucker vertragen und warum man manchmal, aber nur manchmal ohne Schäden auch ein Gummibärchen essen kann, wenn man dafür einige Grundregeln beachtet.

Ich sehe nicht selten Kinder, die an Apfelsaftfläschchen nuckeln oder Früchtebrei bekommen? Ok für die Zähne oder eher ein schlechter Anfang?

Gut beobachtet. Und leider der schlechteste Start, den man sich wünschen kann. Die kleinen Milchzähne reagieren extrem empfindlich auf zu viel Zucker und wenn dieser dann auch noch über süße Getränke aus der Flasche oder dem Trinkpäckchen angesaugt wird, werden die Zähne regelrecht in Zucker gebadet. Den Zähnen ist es hierbei völlig egal, ob es sich um natürlichen Fruchtzucker oder Industriezucker handelt. Jede Form von Zucker stellt ein Risiko für Karies dar. Produktwerbung mit Aussagen wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „nur mit Naturzucker gesüßt“ verleiten viele Eltern zu glauben, dass den Zähnen mit diesen Produkten nichts passieren könne. Leider ein Irrtum.

Wie viele Süßigkeiten verträgt denn so ein kleines Milchgebiss? Ist es eher die Menge oder die Regelmäßigkeit, die zu angegriffenen Zähnen führt? An welchem Alter sieht man in einer Praxis die ersten Schäden?

Das Milchgebiss ist grundsätzlich sehr gefährdet Karies zu entwickeln. Das liegt an verschiedenen Faktoren. Zuerst einmal ist ein Milchzahn viel kleiner, als ein bleibender Zahn. Die äußere und gleichzeitig auch härteste Schicht (der Schmelz) ist zudem wesentlich dünner, so dass eine Karies sehr schnell sehr viel tiefer voranschreitet als bei uns Erwachsenen. Und die richtige Zahnpflege ist oftmals gar nicht so leicht bei den Kleinsten, denn Geduld und Freude sind oft Fremdwörter beim Versuch Zähne zu putzen. Die Ernährung und Getränkegewohnheiten sind somit extrem wichtige Säulen zur Gesunderhaltung des Milchgebisses. Süßigkeiten sollten auf ein Minimum reduziert werden.
Welchen Weg man geht, muss jede Familie für sich herausfinden, aber lieber einmal am Tag ein paar Gummibärchen mehr naschen als über den gesamten Tag verteilt immer wieder eine Nascherei. Und sich auch bewusst machen, dass nicht nur Süßes, sondern auch Cracker, Dinkelstangen und das beliebte Brötchen zwischendurch (und alles was sonst noch Stärke enthält) kariesfördernd sind.
Wie schnell die Milchzähne Schaden nehmen, sehe ich täglich in der Praxis. Karies bei 2jährigen ist leider keine Seltenheit (in diesem Alter sind oft noch nicht einmal alle Zähne durchgebrochen). Mein Tipp: gehen sie frühzeitig mit Ihrem Kind zum Zahnarzt. Es geht noch nicht darum, dass Ihr Kind schon den Mund aufmacht, sondern hilft Ihnen, sich alle Informationen zu holen, die sie benötigen ihrem Kind eine zahngesunde Kindheit zu bescheren. Suchen Sie, wenn möglich einen Kinderzahnarzt auf, denn dieser kennt sich am besten mit den Milchzähnen aus!

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ungesundes Essen kann Krankheiten verursachen

The Beginning

Berlin, 32° Celsius, Hochsommer. Ich stehe mit zwei Doraden an der Kasse eines türkischen Supermarktes, die müssten dann schnellstens mal in den Kühlschrank. Vor mir ist zum Glück nur eine Person. Ein Typ Anfang 40, leicht verschwitzt, Hemd spannt leicht, offensichtlich in Eile, den Autoschlüssel für die Weiterfahrt in der Hand, kauft sich eine Fanta, die Flasche ist auch schon halb leer als er sie auf das Band stellt. Und in meinem Kopf springen die Fragezeichen auf. Wieso kauft er denn kein Wasser? Ich war kurz davor ihn zu fragen, nur musste ich mich dann selbst schnell stoppen, „was geht mich das denn an?“ Erst einmal gar nichts, nur die Frage bleibt stehen. Warum trinkt er kein Wasser, wenn er offensichtlich durstig war? Unsere Supermärkte sind ein echtes Warenparadies. Alles da was das Herz begehrt. Volle Regale mit Softgetränken, Säften, Müslis, Konserven, Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Milchprodukten, Wasser, alkoholische Getränke, Knabbereien und Süßes, Tiefkühlkost, Drogerieartikel, alles für den täglichen Bedarf. Und die Saisonartikel erst. Vollmilchhäschen und Küken Ende Februar, Weihnachtsgebäck ab 1. September, kaum sind die Erdbeeren weg kommt der Federweißer. Alles da und zu recht erschwinglichen Preisen verfügbar. Abgesehen vom frischen Obst und Gemüse alles 1A aus den Nahrungsmittelfabriken unseres Vertrauens. Alles bestens geeignet für Erde, Mond und Tattoine. Aber sind das Nahrungsmittel? Schmelzkäsescheiben, Cornflakes, Schokomilch und Fleischsalat? Wirklich nahrhaft? Ich behaupte willkürlich, niemand möchte sich grundsätzlich ungesund ernähren. Liegt es also daran, dass wir nicht wissen was gesund ist oder nicht wissen wollen wie ungesund so Vieles von dem ist was wir tagtäglich verzehren?

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Foto David Gruschka

Detox to Retox!

David Gruschka's Leidenschaft gilt dem Film und guten Geschichten. Er führt Regie und schneidet präzise. Manchmal wird auch in der Küche geschnibbelt, dann werden große Dinner für gute Freunde gezaubert. Aber allzu streng ist er mit sich nicht, wenn es um´s Essen geht. Strenge Regeln sind nichts für Ihn, es geht schließlich auch anders. Bitteschön David: Ich kann Ben & Jerrys Eis essen bis mir schlecht wird. Meistens höre ich nur damit auf, weil der 500ml Becher leer ist, oder mir eben schlecht geworden ist. Ich esse Pasta mit Sahnesoßen, Grillfackeln, Muscheln mit Pommes und Mayo und Nougat. In Holland Frikandeln, Vla und luikse Wafel, ich liebe bayrische Wirtshausküche und trinke häufig mehr Alkohol als die empfohlene Tagesdosis. Mein Sohn hat neulich verlangt, morgens statt Müsli Schokolade essen zu dürfen. Dies Begehr wurde natürlich sofort abgeschmettert.

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Alan TP

Wie man sich einen Taco verdient

Liebste Grüße aus Mexico! Mit Alan Tovar Prado kam ich vor einigen Wochen bei der Next Generation Food in Berlin am leeren Samovar ins Gespräch, wir warteten beide auf frisches heißes Wasser. Nachdem ich meine Reisepläne erwähnt hatte, schwärmte er sofort von mexikanischem Essen und wie aufregend die Sonntage seiner Kindheit bei den Großeltern für ihn waren, jede Woche ein Riesenereignis. Alan stammt aus Toluca, heute noch 60 Kilometer von Mexico City entfernt, könnte in zehn Jahren aber in direkter Nachbarschaft liegen, sagt er. Mittlerweile hat es ihn nach Leipzig verschlagen und er kann es kaum erwarten dort demnächst sein erstes Restaurant zu eröffnen. Was es da wohl geben wird? Von seinen Plänen erzählt er uns nächstes Mal, hier erst mal die Geschichte, wie es ist nach Freiburg zu ziehen und deutsch zu lernen, Bitteschön Alan: Vor vier Jahren kam ich nach Deutschland. Liebe hat meiner Zukunft diese Richtung gezeigt und meine Neugier hat sich über neue Horizonten gefreut. In diesem Moment (27 Jahre alt) war es einfach die Entscheidung zu treffen. Eine neue Etappe meines Lebens hatte angefangen. Es klingt romantisch, ich weiß. Eine lange Zeit brauchte ich um mich an Deutschland gewöhnen. Zu Beginn musste ich die Sprache lernen, einen Prozess den immer noch läuft und hat keine Ende, anscheinen. Das erste Jahr habe ich ein FSJ in einer Kita gemacht. Ich hatte nichts mit Kindern zu tun, auch kein kleines Kind in meine familiäre Umgebung. Das war eine doppelte Herausforderung: Windeln wechseln auf Deutsch! Die Küche der Kita war meine Schutzhütte. Ich habe sehr viel genossen als Pferd der Kinder zu spielen aber das war nie mein Fach. Anstatt dessen kochte ich.

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frisch geschnittenes Gemüse

Schritt für Schritt zum Glück

Schritt für Schritt zum Glück Heute geht es um Wohlfühlessen. Nein, tut mir leid, damit sind keine Spaghetti Bolognese oder Macaroni mit Käse gemeint, sondern Essen, mit dem sich unser Gehirn wohlfühlt, und der Rest von uns am Besten auch noch. Es gibt Menschen, die sind mit einer natürlichen Neugier auf gesundes Essen gesegnet. Sie fragen „Was ist gesund und was ist gut für mich?“ und um genau diese Gruppe geht es heute nicht. Es geht um die Anderen. Sie kommen vor allem dann mit gesunder Nahrung in Berührung, wenn Menschen in ihrer Umgebung sie mit dem Thema belästigen, womit wir auch schon beim entscheidenden Punkt wären. Diese Art der Überzeugungsarbeit endet nicht selten mit Ablehnung, dennoch liegt uns etwas an diesen Menschen, wir haben sie sehr gern, auch wenn sie trotzig sind (Papa!!!). Was also tun, wenn man weiß, aus dem wird in diesem Leben kein Vegetarier mehr, auch nicht außerhalb der Grillsaison. Mit bitte dies und das weglassen und weniger davon kommt man nicht weiter. Muss man auch nicht, denn die gute Nachricht ist: auch dafür hat die Forschung schon Ansätze gefunden und die liegen in der Substitution.

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