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Kulinarische Gedanken

Gesundes mit Flavour und Flavonoiden

Was kommt, was bleibt? Diese 13 Foodtrends bringt 2017

Kulinarische Gedanken By 17. Februar 2017 Tags: , , , , , , , , No Comments

Da Nahrungsmittel auch ein gesellschaftlicher Spiegel sind, ist der Blick in die Zukunft immer spannend. Was wird es Neues geben? Die Entscheidung was wir essen, liegt natürlich erst mal bei uns, aber kaum jemand ist heutzutage noch so autark, dass das nicht auch vom Angebot der großen weiten Warenwelt abhängig wäre. Was wird uns also aufgetischt, womit füttern wir uns 2017 selbst? Hier ein kleiner Blick in die Welt der Analysten, Eins ist sicher, von gesund bis Diabetes-to-go ist alles dabei.

  • Purple & Black. Farblos war gestern, es wird violett und manchmal gleich schwarz. Wenn das Eure Lieblingsfarben sind, dann wird es Euer kulinarisches Festjahr: mehr rote und schwarze Reissorten, rote Beete überall, Holunderbeeren, Acai und violette Züchtungen von Süßkartoffeln, Spargel und Mais zaubern einen ganz neuen Look auf die Teller. Und Charcoal, die gute alte Aktivkohle kommt nach Kosmetik jetzt auch ins Essen, soll entgiften was die Leber nicht schafft.
  • Tropical fruits and flavours. Jackfruit, Dragonfruit und Kokos, gern auch in neuen Geschmackswassern, auch mit Kräutern, Gewürzen, frei von und mit weniger Zucker. Weniger Zutaten, tropische Aromen am Gaumen.
  • Neues Convenient-Food mit historischen Anleihen fürs Wohlgefühl. Ja, das Gefühl zählt. Ganz nach dem Motto „in tradition we trust“ wird es nostalgisch. Altes Handwerk ist in, retro-inspirierte Produkte und Verpackungen häufen sich im Regal: Craft beer, tradtional bakery, alte Gräser, als Gegentrend zum nächsten Punkt kommt der gute alte Fleischer zurück, butcher-to-table.
  • Power to the plants, mehr pflanzliche Nahrung, mehr Vegetarier, mehr Veganer, aber vor allem auch mehr Flexitarier. Der gelegentliche Verzicht geht als Payback-Punkte an Vernunft und Erde.
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erholsamer Schlaf

5 x mehr Schlaf = 5 x glücklicher

Kulinarische Gedanken By 10. Januar 2017 Tags: , , , No Comments

Frei von & ohne befreit sich heute mal von der Essensdoktrin und reflektiert ein paar Erkenntnisse der Neurowissenschaften. Passend zum Jahresanfang mit all seinen Vorsätzen lässt sich das ganz gut zusammenfassen als: Permanente Teilaufmerksamkeit ist vermeidbar!

5×50

Mehr Schlaf pro Tag, bis man es irgendwann auf sieben bis acht Stunden bringt, bringt auf Dauer 30% mehr Produktivität. In Kombination mit mindestens 20 Minuten Streching morgens, einem Tagesplan der Prioritäten setzt und mindestens einer ausgiebigen Ruhephase abends. In der ersten und letzten Stunde das sein lassen, was uns mehr und mehr am Schwersten fällt: kein Smartphone, keine Mails checken. Den Arbeitsteil des Tages in 50 Minuten ungestörtes Arbeiten und 10-minütige Entspannung einteilen. 30%, wer kann da schon noch nein sagen? Meditieren ist das neue Facebook.

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Auberginencreme, Tahini, Kürbiscreme, Kokosmilch als Milchersatz

Zehn gesunde Alternativen zu Milchprodukten (und Eiern)

Kulinarische Gedanken By 22. November 2016 Tags: , , , , , No Comments

Milch und Käse galten galten lange als das Nonplusultra gesunder Ernährung und wer sich gelegentlich auf bayrischen und niedersächsischen Wiesen umsieht, kommt leicht auf den Gedanken, das wäre noch immer so. Dennoch, es gibt gute Gründe Milch hin und wieder oder gar auch dauerhaft durch gesunde Alternativen zu ersetzen. Ein kleiner Blick auf das Warum?

  • Ethik (Tierhaltung, Milcherzeugung, Kälber als Abfallprodukte)
  • Hoher Gehalt an gesättigten Fettsäuren (und Proteinen, die für Kleinkinder unverträglich sein können)
  • Calcium lässt sich aus Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse besser als aus Milch aufnehmen
  • Milch schützt nicht vor Osteoporose, sondern viel Bewegung und Vitamin D
  • Laktoseintoleranz
  • Casein (Milchprotein)-Unverträglichkeit
  • Geschmack (ist halt Geschmacksache)

Nicht zu Verleugnen ist die lange Tradition von Milchprodukten in den Küchen Europas, sei es als Milch, Frischkäse, Sahne, Quark oder Käse. Doch welche schmackhaften Alternativen gibt es?

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frisch geschnittenes Gemüse

Schritt für Schritt zum Glück

Kulinarische Gedanken By 14. Oktober 2016 Tags: , , , , , , No Comments

Schritt für Schritt zum Glück

Heute geht es um Wohlfühlessen. Nein, tut mir leid, damit sind keine Spaghetti Bolognese oder Macaroni mit Käse gemeint, sondern Essen, mit dem sich unser Gehirn wohlfühlt, und der Rest von uns am Besten auch noch. Es gibt Menschen, die sind mit einer natürlichen Neugier auf gesundes Essen gesegnet. Sie fragen „Was ist gesund und was ist gut für mich?“ und um genau diese Gruppe geht es heute nicht. Es geht um die Anderen. Sie kommen vor allem dann mit gesunder Nahrung in Berührung, wenn Menschen in ihrer Umgebung sie mit dem Thema belästigen, womit wir auch schon beim entscheidenden Punkt wären. Diese Art der Überzeugungsarbeit endet nicht selten mit Ablehnung, dennoch liegt uns etwas an diesen Menschen, wir haben sie sehr gern, auch wenn sie trotzig sind (Papa!!!). Was also tun, wenn man weiß, aus dem wird in diesem Leben kein Vegetarier mehr, auch nicht außerhalb der Grillsaison. Mit bitte dies und das weglassen und weniger davon kommt man nicht weiter. Muss man auch nicht, denn die gute Nachricht ist: auch dafür hat die Forschung schon Ansätze gefunden und die liegen in der Substitution.

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Identifiziert man sich über glutenfreies Essen?

Gluten Teil III: acht Dinge, die sich ohne Getreide (und Kaffee) ändern

Kulinarische Gedanken By 29. September 2016 Tags: , , , No Comments

Bei meinen beiden geschätzten Kollegen ist es mittlerweile DAS überstrapazierteste Wort des letzten Jahres. Gluten. Dennoch kommt immer wieder die Frage, warum? Ich habe aufgehört herkömmliche Getreideprodukte zu verzehren und seitdem hat sich so einiges verbessert in meinem Leben. Der Grund war aber keine Allergie oder bis zu diesem Zeitpunkt nachgewiesene Unverträglichkeit, es war vielmehr eine Mischung aus Solidarität und Neugier, die ich nicht bereut habe.

Der Anlass? Mein Umfeld hat aus berechtigten Gründen aufgehört es zu essen, weil eine Unverträglichkeit vermutet wurde und wenn man gemeinsam isst, macht es Sinn Nahrungsgewohnheiten zu etablieren, die allen am Tisch gefallen. Und siehe da: die Ödeme unter den Augen waren auf einmal weg, nur nicht bei mir. Mich als eitle Person hat das veranlasst auch mal darauf zu verzichten, nur so, nur mal schauen ob die Schatten unter den Augen auch bei mir zurückgehen. Zu Beginn war es nur als Experiment für vier bis sechs Wochen gedacht. Ich bin (bis auf eine Experimentierphase mit Unverträglichkeitstests) dabei geblieben. Was hat sich verbessert?

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Brot aus glutenfreien Zutaten

Gluten Teil II: was ich mit Weltklasseathleten gemeinsam habe

Kulinarische Gedanken By 29. September 2016 Tags: , , No Comments

Im Juni 2016 titelte Medscape, ein Newsletter für Ärzte „Deutliche Zunahme glutenfreier Ernährung: Modeerscheinung oder tatsächlich oft gesünder?“.

Der Bericht fasst vorwiegend aktuelle US-amerikanische Studien zusammen. Demnach verzehrten 100 Mio. US-Amerikaner im vergangenen Jahr glutenfreie Produkte. Neben Zöliakie (obligatorisch glutenfrei) und dem Auftreten der Weizenallergie (obligatorisch), entscheiden sich demnach immer mehr Menschen freiwillig für eine glutenfreie Ernährung, da sie eine Empfindlichkeit bei sich selbst vermuten. 60 Prozent der Befragten glauben, dass eine glutenfreie Ernährung ihre körperliche und/oder psychische Gesundheit verbessert. Angeführt werden u.a. verbesserte Verdauung und gestärktes Immunsystem, gesteigerte Leistungsfähigkeit und Gewichtsverlust [1-4].

Eine andere Umfrage unter 910 Weltklasseathleten zeigte, dass 41 Prozent einer glutenfreien Ernährung folgen, mehrheitlich freiwillig aufgrund einer Selbstdiagnose von Empfindlichkeit gegenüber Gluten [5]. Damit ist klar, Medaillen sind nicht Teil der Gemeinsamkeit.

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Tradidionelle Bäckerei

Gluten Teil I: das Gefühl von Verzicht

Kulinarische Gedanken By 13. September 2016 Tags: , , , No Comments

Neulich abends sah ich zur Entspannung kurz vor dem Einschlafen eine vom ZDF ausgestrahlte Sendung, vorzüglich moderiert vom meinerseits überaus geschätzten Harald Lesch. In „Leschs Kosmos“ ging es um Fleischgenuss und seine Folgen. Die Herstellung und Auswirkungen von Fleisch, früher nannte man es Tierhaltung, heute eher –produktion, sind gelinde gesagt eine Katastrophe. Leider riecht und schmeckt es in vielen Fällen und vor allem vielen Menschen ausgesprochen gut. Es geht hier aber nicht um Fleisch. Sowohl zu Beginn, als auch zum Ende der Sendung wurde auf eine Sache wertgelegt, die so in jeder Form in annähernd jeder Reportage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und auch auf privaten Kanälen zu finden ist: der Hinweis, dass noch der kritischste Beitrag, der alle sauber recherchierten Fakten bedingungslos aufzeigt und beschreibt, nicht umhin kann uns zu sagen Nein, das bedeutet natürlich nicht, dass Sie auf Fleisch gänzlich VERZICHTEN sollen. Jede Sendung, die das Thema Gluten aufgreift sagt, nein, das bedeutet natürlich nicht, dass Sie jetzt auf Brot und Nudeln verzichten sollen, essen Sie was Ihnen schmeckt! Gegen essen Sie, was Ihnen schmeckt spricht natürlich erst einmal nicht viel, es ist nur der Gipfel der Relativierung.

Eine recht simple Erklärung dafür, lieferte mir neulich morgens mein Vater. Als Gast bei meinen Eltern, stellte man mir die Frage was ich denn derzeit überhaupt essen würde und gedenke zum Frühstück zu essen. In solchen Situationen erkläre ich gern, man solle sich keine Gedanken machen, ich mach mir schon was. Dass meine Nahrungsgewohnheiten von ihren eigenen abweichen ist für meine Eltern grundsätzlich nichts Neues, das kennen sie seit über 20 Jahren. Seit neben Fleisch auch Milchprodukte, Eier und Getreide weitgehend von meinem Teller verschwunden sind, wurde es für sie unübersichtlich.

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