Experiments are not only for the Lab

Warum Verträglichkeitstests testen gut verträglich ist

Versuchskaninchen By 30. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

In diesem Jahr sind mir schon mehrere Berichte begegnet, in denen sich Menschen mit Tests beschäftigten, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachweisen können. Angeblich können diese Tests Hinweise darauf liefern, welche Nahrungsmittel vom Körper gut vertragen werden und welche wiederum nicht. Was dabei ganz schnell auffällt ist: umstritten sind diese Tests in jedem Fall nicht. Mir sind zwei ARD-Berichte „Plusminus“ & „Die Story“ in Erinnerung geblieben, die das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeitstests aufgreifen.

Die Beiträge lassen sich auf zwei Aussagen verkürzen: Hersteller von Testgeräten bieten Tests an, kann nur in deren eigenem Interesse liegen und ist nichts als Geldschneiderei und je nach Hersteller variieren die Testergebnisse und man hat demnach je nach Test und Hersteller auch andere Unverträglichkeiten. Die erste Aussage lasse ich mal dahingestellt, dass kann jeder von „cleveres Geschäftsmodell“ bis „Adipositaschirurgie im 96well-Format“ selbst bewerten. Die zweite Aussage machte mich extrem neugierig.

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Wie man mit wenig Zucker ganz süß durch den Tag kommt

Essen mit Etikett By 28. Juli 2016 Tags: , , , 2 Comments

Als Erika Mustermann sähe mein Tag in etwa so aus: morgens Kaffee mit oder ohne Milch, mit zwei Stück Zucker (6g) oder zwei Süßli, Frühstück mit Brot, Toast (5g) oder Brötchen (4g), Käse, Wurst, Marmelade (15g), Nutella (8,5g). Mittags irgendetwas, meist nicht so süß, aber kleines Dessert danach (25g). Nachmittags, Kaffee oder Tee und Gebäck (7g), abends Brot mit Fleischsalat (4g) und eingelegter Gurke (4g) oder Tiefkühlpizza (10g). Dazu kommt noch ein Glas Orangen- oder Apfelsaft (30g) oder Cola (30g) und schon kommt der Durchschnittskonsument auf 80-100g Zucker, empfohlen werden 25-30g Zucker und da war jetzt noch keine Schokolade dabei. Üblicherweise betrachtet jemand mit durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten diese nicht als ungesund. Hmmm.

Noch einmal ein kurzer Ausflug in die Statistik: 62 % der Männer und 43 % der Frauen waren 2013 in Deutschland übergewichtig, insgesamt 52% der Erwachsenen. 25 % der deutschen Bevölkerung leidet an Diabetes oder einer Vorstufe von Diabetes. In den USA sind es ca. 50 %. Sagt mir, die meisten Menschen ernähren sich schlicht nicht gesund.

  • Weil sie im Supermarkt erhältliche Fertigprodukte für normale, gesunde Kost halten. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Für mich selbst ist es mittlerweile zur Obsession geworden, ich kann einfach nicht anders als jedes Produkt erst einmal nach Inhaltsstoffen zu sezieren und zu lesen was drin ist. Scheint mir aber eher die Ausnahme. Oder wer hat schon mal die Zutatenliste eines fertig gekauften Nudelsalats gelesen und ihn danach noch essen wollen?
  • Weil ihnen Gewohnheiten im Weg liegen. Ich gehe mal schnell zum Bäcker ist ein einfacher Weg kurz den Hunger zu stillen. Aber eben nur kurz. Süßigkeiten sind schnell verfügbar, taugen nur nicht als Nahrungsmittel (wie blöd) und süße Getränke machen im Zweifelsfall hungrig.
    Mir hat noch nie jemals irgendjemand nachmittags nur einen Apfel zum Tee angeboten. Also wie geht das mit dem Verzicht auf Süßes? Körper vs. Geist?

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SMS von C: Bringst Du noch was Süßes mit?

Essen mit Etikett By 27. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

Wir sind zum Kochen verabredet, ich kaufe noch schnell was ein und wer kann denn da bitte nein sagen? Ich mag es auch wenn ich im Hotel ankomme und da liegt ein Betthupferl auf dem Kissen. Ein Schokolädchen, manchmal auch die Gummibärchen oder Schlafschäfchen. Mag ich nicht, aber man kann sie ja einer favorisierten Person auf’s Kopfkissen legen. Ich bin einigermaßen vernarrt in das glutenfreie Zitronenbrot aus dem Hippie-Laden, die Straße runter. Köstlich. Leider verraten sie mir das Rezept nicht, ich habe ca. acht Versuche gebraucht um annähernd an deren Ergebnis zu kommen. „Ist auch für uns jedes Mal eine Überraschung wie es aus dem Ofen kommt“ hat man mir dort mal grinsend gestanden. Ich esse auch gern mal ein Stück Schokolade gleich morgens aus dem Kühlschrank, kalt und bitter. Bestimmt fallen mir noch hundert andere Situationen ein in denen wir uns über Zucker freuen, aber wie wirkt Zucker im Körper und wann wird es zu viel? Schauen wir uns an, was mit Zucker im Körper passiert:

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Radieschen

Was man mit Radieschen zur Explosion bringt

Laborspaziergang By 27. Juli 2016 Tags: , , , 1 Comment

Was Brokkoli und Kohl so gesund macht und was Radieschen damit zu tun haben lest ihr hier:

Forscher(innen) des UniversitätsKlinikums Heidelberg der Sektion Chirurgische Forschung lassen es knallen, nein keine Champagnerkorken, aber die Forschungsergebnisse der „molekularen Onkochirurgie“ zeigen welche erstaunliche Wirkung sich durch den Genuss frischer Nahrungsmittel ergibt. Wir haben wohl alle schon mal wahrgenommen, dass Brokkoli besonders gesund sei und womöglich sogar irgendwie vor Krebserkrankungen schützt, aber welche Stoffe sind dafür verantwortlich?

Zu verdanken haben wir das letztendlich der Tatsache, dass sich Lebewesen nicht gern von Anderen fressen lassen. Um sich also wehren zu können, haben sie im Laufe der letzten paar Jahre oder auch Jahrmillionen Strategien entwickelt, die sie für Fressfeinde nicht allzu schmackhaft machen. Entscheiden wir uns nun für den Verzehr von Lebewesen, die solche Stoffe produzieren, entscheidet daraufhin unser Körper wie gut er damit zurecht kommt. Das geht mal weniger gut aus (Pilzgifte), kann aber eben auch dazu führen, dass uns diese Stoffe ausgesprochen gut tun. So auch beim Brokkoli und all seinen verwandten Kreuzblütlerfreunden, den Brassicaceae (Kohlsorten, Kresse, Rucola, Meerrettich, Senf etc.).

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Einschulung mit Zuckertueten

Frag Dr. Mehlhase!

Nachgefragt By 24. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

Ich frage Dr. Kathrin Mehlhase, Zahnmedizinerin und Fachärztin für Kinderzahnheilkunde wie gut sich Zähne und Zucker vertragen und warum man manchmal, aber nur manchmal ohne Schäden auch ein Gummibärchen essen kann, wenn man dafür einige Grundregeln beachtet.

Neulich ergab sich an einem Ort, den ich leider vergessen habe, ein kurzes Gespräch mit einem verantwortungsbewussten Daddy (D) und dessen geschätzt vierjährigen Sohn zum Thema süße Getränke, Zuckerkonsum und wie man damit umgeht wenn Kinder mehr oder weniger nachdrücklich danach verlangen. Hier auszugsweise das Ende der Konversation:

D: „Bei uns zuhause bekam er fast nie Süßigkeiten, aber seit er in der Kita ist, kann ich es kaum verhindern und es wird nach Naschereien gebettelt.“
Ich: „Tja, da muss man konsequent sein!“
D: „Ah, ja. Haben Sie Kinder?!“

Eigentor, ich habe zwar viel mit Kindern zu tun, musste aber noch nie mit einem Vierjährigen an der Supermarktkasse vorbei. Deutlich mehr Erfahrung wenn es um Kinder und den Umgang mit Zucker geht hat da Frau Dr. Mehlhase. Wer einige Jahre in einer Kinderzahnarztpraxis und als Zahnärztin verbracht hat, weiß bestimmt auch wie man mit Kindern in sagen wir mal schwierigen Situationen verhandelt. Außerdem ist sie selbst Mama von Charlotte (4). Kennengelernt habe ich Frau Dr. Mehlhase passenderweise mit einer Zuckertüte in der Hand 1986 und deshalb duzen wir uns auch.

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Daniel Krauss heute und früher

Alles außer Rosenkohl!

Der philosophische Gast By 24. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

Daniel Krauss ist Schauspieler, Regisseur und Autor. Essen gehen hält er grundsätzlich für eine super Idee und die Farbe seines Telefons hat er nach seiner Vorliebe für Rosé-Champagner gewählt. Wer mal nicht weiß wo er in Berlin einen guten Happen bekommt, ist hier an der richtigen Adresse. Na dann, leg mal los:

Spinat mochte ich schon immer. Mit Spiegelei und Kartoffelbrei. Hmmm. Das ist für mich Zuhause. Geborgenheit. Liebe. Für Spinatei sind mein Kumpel Knut und ich aus der Grundschule den ganzen langen Schulweg nachhause gerannt. Ranzen in die Ecke feuern, Hände waschen und an den großen Küchentisch. Schon als kleines Kind war Essen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Meine Mutter war und ist eine tolle und leidenschaftliche Köchin, wofür ich ihr bis heute und bis in alle Ewigkeit dankbar bin.

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Hauptsache, der Klang stimmt!

Nachgefragt By 24. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

Robert Schulzes Leben wird nicht ohne Musik gelebt, dafür ohne Fleisch. Er hat einen Plattenladen in Berlin und eine Vorliebe für Dr. Peppers!
Robert isst seit über 20 Jahren mal vegan bis vegetarisch und wer dazu schon in den Neunzigern neigte sollte doch zum Thema Vorurteile einiges zu sagen haben!

Lieber Robert! Es ist ja heutzutage in Berlin nicht mehr revolutionär wenn man sagt, dass man vegan oder vegetarisch lebt. Begegnen Dir trotzdem noch Vorurteile?

Robert: Klar, Vorurteile oder Bemerkungen gibt es immer. Ich höre da aber inzwischen nicht mehr hin bzw. ignoriere das. Es war schon immer so, dass das Verhalten der breiten Massen, seien es Ess-, Trink- oder sonstige Gewohnheiten, als normal angesehen wird, nur weil es eben schon immer so war bzw. es fast alle tun. Ich bin nur müde geworden, mich immer wieder zu erklären. Warum auch? Warum erklären mir Leute nicht einmal warum sie Fleisch essen, mal abgesehen davon, dass es Ihnen schmeckt. Das Problem ist wohl, dass viele Leute ihre Gewohnheiten nicht hinterfragen und nicht darüber nach denken was sie tagtäglich ihrem Körper antun bzw. was sie essen. Ich denke es ist wichtig sich wohl zu fühlen und sich bewusst zu ernähren. Vom Predigen halte ich nicht viel, da es oft auch nur zum Gegenteil führt.

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ungesundes Essen kann Krankheiten verursachen

The Beginning

Essen mit Etikett By 24. Juli 2016 Tags: , , , No Comments

Berlin, 32° Celsius, Hochsommer. Ich stehe mit zwei Doraden an der Kasse eines türkischen Supermarktes, die müssten dann schnellstens mal in den Kühlschrank. Vor mir ist zum Glück nur eine Person. Ein Typ Anfang 40, leicht verschwitzt, Hemd spannt leicht, offensichtlich in Eile, den Autoschlüssel für die Weiterfahrt in der Hand, kauft sich eine Fanta, die Flasche ist auch schon halb leer als er sie auf das Band stellt. Und in meinem Kopf springen die Fragezeichen auf. Wieso kauft er denn kein Wasser? Ich war kurz davor ihn zu fragen, nur musste ich mich dann selbst schnell stoppen, „was geht mich das denn an?“ Erst einmal gar nichts, nur die Frage bleibt stehen. Warum trinkt er kein Wasser, wenn er offensichtlich durstig war?

Unsere Supermärkte sind ein echtes Warenparadies. Alles da was das Herz begehrt. Volle Regale mit Softgetränken, Säften, Müslis, Konserven, Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Milchprodukten, Wasser, alkoholische Getränke, Knabbereien und Süßes, Tiefkühlkost, Drogerieartikel, alles für den täglichen Bedarf. Und die Saisonartikel erst. Vollmilchhäschen und Küken Ende Februar, Weihnachtsgebäck ab 1. September, kaum sind die Erdbeeren weg kommt der Federweißer. Alles da und zu recht erschwinglichen Preisen verfügbar.
Abgesehen vom frischen Obst und Gemüse alles 1A aus den Nahrungsmittelfabriken unseres Vertrauens. Alles bestens geeignet für Erde, Mond und Tattoine. Aber sind das Nahrungsmittel? Schmelzkäsescheiben, Cornflakes, Schokomilch und Fleischsalat? Wirklich nahrhaft? Ich behaupte willkürlich, niemand möchte sich grundsätzlich ungesund ernähren. Liegt es also daran, dass wir nicht wissen was gesund ist oder nicht wissen wollen wie ungesund so Vieles von dem ist was wir tagtäglich verzehren?

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